Eine Erweiterung des Wahrheitsbegriffs zur subjektiven Wahrheit

Der gegenwärtig gültige Wahrheitsbegriff ist eine objektive Wahrheit: Eine gleiche Wahrheit für alle.

Wir erweitern diesen objektiven Wahrheitsbegriff jetzt zu einer subjektiven Wahrheit:

Jeder Mensch kann individuell für sich selbst festlegen, was er für die Wahrheit halten möchte. (Und er tut auch gut daran, dass selbst für sich zu tun, anstatt es den Experten zu überlassen.)

Meine persönliche Definition ist:

"Wahr sind Ideen, die dem Menschen zu Sinn, Erfüllung und Entfaltung verhelfen."

oder

"Wahr sind Ideen, welche einen Menschen in positive Erfahrungen führen."

Über diese Wahrheit muss man nicht streiten. Jeder sieht selbst, wohin ihn die Ideen in seinem Kopf führen - anhand der Erfahrungen seines Lebens. Und wer für sich positive Erfahrungen gefunden hat, dem kann es doch eigentlich herzlich egal sein, mit was für abstrusen Ideen andere ihr Leben vermasseln.

Die meisten - teilweise mit Gewalt ausgetragenen - menschlichen Konflikte würden ihre Grundlage verlieren.

Warum ist subjektive Wahrheit eine Erweiterung objektiver Wahrheit?

Objektive Wahrheit ist die Übereinstimmung aller subjektiven Wahrheiten und als solche eine Teilmenge des subjektiven Wahrheitsbegriffs.

In subjektiver Wahrheit wird es Teile geben, in denen die Menschen weitgehend übereinstimmen (der objektive Anteil) und Teile, wo sie das nicht tun.

Zwischen den subjektiven Wahrheiten gibt es einen befruchtenden Austausch:

Man übernimmt von anderen das, was einem selbst nützlich erscheint und schaut, wohin es einen führt.

Die Erfahrungen, zu denen die Ideen führen, zeigen, was die Ideen wert sind.

Objektive Wahrheit führt nicht selten zu Kriegen: Menschen streiten, was denn nun die richtige eine Wahrheit für alle ist.

Naturgesetze gelten trotzdem für alle Menschen und gehören zum objektiven Teil.

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